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Natur in Berlin
Gerade in Metropolen wie Hamburg und Berlin wird besonderer Wert auf Grünanlagen und Schutzgebiete gelegt.
Die Schutzgebiete in Berlin
In der Bundeshauptstadt gibt es mehrere Naturschutz- und sogenannte NATURA 2000-Gebiete. Sie verteilen sich um den Stadtkern herum in alle Himmelsrichtungen. Natura 2000 ist im Übrigen die amtliche Bezeichnung für das kohärente Netz von Schutzgebieten, das innerhalb der EU nach genau vorgegebenen Maßstäben errichtet wurde und weiterhin errichtet wird. Unter dem allgemein bekannten Begriff „Naturschutzgebiet“ versteht man in Deutschland eine Schutzkategorie des gebietsbezogenen Naturschutzes nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Seltene Tier- und Pflanzenarten finden in diesen Schutzgebieten ein Zuhause und selbst der majestätische Seeadler, der auf dem deutschen Landeswappen prangt, zieht über Berlin seine Kreise.
NSG Krumme Laake / Pelzlaake
Hierbei handelt es sich um ein besonders reizvolles Naturschutzgebiet, in dem Botaniker und Amphibienfreunde voll auf ihre Kosten kommen. Pflanzenkundler schätzen dieses Schutzgebiet, weil es dort sehr seltene Biotypen zu finden gibt. Seggenmoore (mit einigen seltenen Seggenarten), Torfmoosmoore, Kiefern-Moorgehölze, ein richtiger Erlenbruchwald und reiche Feuchtwiesen bieten einen reichhaltigen, natürlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Neben den seltenen Seggen-Arten ist hier auch der gleichermaßen gefährdete Bärlapp zu finden. Zudem brüten elf in Berlin sehr seltene Vogelarten in dem Gebiet - darunter Rot- und Schwarzmilane, Baumfalken und Schwarzspechte. Der Moorsee Krumme Laake liegt mit seinen Buchten in dem sonst geschlossenen Waldgebiet und bietet einen besonders reizvollen Anblick. Hier kann man Natur noch richtig erleben.
Gosener Wiesen und Seddinsee
Das größte und vielleicht auch schönste Naturschutzgebiet der Hauptstadt ist überraschenderweise ziemlich unbekannt. Das kann wohl mit der Unzugänglichkeit erklärt werden. Die letzten geschlossenen Feuchtwiesen- und Bruchwaldkomplexe Berlins befinden sich hier. Die Vegetation konnte sich in weiten Teilen des Gebietes ungehindert ausbreiten und auch seltene Säugetiere, Amphibien, Fische und Brutvögel wie Kranich, Wachtelkönig, Trauerseeschwalbe und Eisvogel sind hier vertreten. Selbst Fischotter sind hier in vergleichsweise großer Zahl zu beobachten. Als Besucher kann man leider nicht wirklich tief in das Naturschutzgebiet vordringen, vielleicht ist das aber auch besser so.
NATURA 2000-Gebiet Grunewald
Anders verhält es sich mit dem NATURA 2000-Gebiet Grunewald. Hier ist die Natur für alle Besucher erlebbar. Aus einer Ferienwohnung Harz oder Allgäu zu überblicken ist nur bedingt besser, als den Grunewald aus dem Fenster einer S-Bahn zu entdecken. Es ist wirklich kaum zu glauben, wie groß dieses Waldgebiet ist. Die Tier- und Pflanzenwelt hat den Besuchern dementsprechend einiges zu bieten.



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