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Bauen mit Weitsicht
Naturgemäß in noch jungen Jahren, denkt man kaum daran, dass man irgendwann einmal nicht mehr die fünf Stufen der Eingangstreppe mit einem Sprung nehmen kann.
Kleine Dinge, große Wirkung
Dabei sollte insbesondere beim Neubau der ein oder andere unerfreuliche Gedanke an die Jahre des Alters aufgewandt werden. Schließlich hat man nun die einmalige und unwiederbringliche Gelegenheit, sein Eigenheim nach ein paar einfachen Prinzipien so zu gestalten, dass man wirklich lange Freude an der eigenen Immobilie hat. Die Dinge an die man ungerne denken möchte, sind altersbedingte Schwächen wie beispielsweise eine eingeschränkte Mobilität. So kann man schon beim Neubau bedenken, dass Türschwellen möglichst flach sind, die Durchgänge breit genug, dass später ein Gehwagen oder ein Rollstuhl durch passen könnte, die Türeingänge breit genug und die sanitären Anlagen ebenfalls weitgehend barrierefrei angelegt sind.
Duschen ohne erhöhte Duschtasse sind sowieso gerade schick, für Feinde der offenen Nasszelle bietet sich eine möglichst niedrige Duschtasse als Alternative an. Die Badewanne könnte man direkt so montieren, dass daneben ausreichend Platz bleibt um dort später eine Hebevorrichtung zu installieren, dass man genug Platz für eine Badewannentür lässt oder einfach nur Raum für einen Helfer. Den zusätzlichen Platz freizuhalten, bietet sich auch bei Treppen und Aufgängen an. Ist eine Treppe breit genug, bekommt man später keine Probleme, sollte man mal einen Treppenlift installieren wollen oder zunächst nur ein zusätzliches Geländer. Die Planung der Räume kann man ebenfalls schon jetzt ein wenig altersgerecht gestalten. Das Schlafzimmer nahe des Bades, die Küche nahe des Esszimmers, meist gelten diese Regeln auch schon für Menschen jeden Alters, der natürlichen Bequemlichkeit sei Dank.
Für die Zukunft investiert
Auch wenn solche Gedanken übertrieben und vor allem unschön erscheinen - wer möchte schon als junger Mensch über die Nachteile des Alterns nachdenken - lohnt sich die Miteinbeziehung von Altersgerechtheit in die Planung der eigenen vier Wände. Denn viele Rentner in Deutschland sehen sich vor einem unüberwindbaren Problem angesichts hoher Schwellen in der Wohnung, gehen kaum noch raus, weil sie die Treppe nicht bewältigen können und können ohne Hilfe noch nicht einmal in die Dusche steigen. Muss ein Rollstuhl benutzt werden, steht häufig sogar ein Umzug an und der alte Mensch wird auch noch aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Wer nicht immer in seinem Eigenheim wohnen bleiben will, der kann es durch solche "Vorsorge am Bau" zu gegebenem Zeitpunkt auch gut und gewinnbringend weiterverkaufen, denn die Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen und Häusern wird tendenziell eher steigen.



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