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MUTANOX - Sicherer Umgang mit Stacheldraht

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In Österreich und der Schweiz ist die Verwendung für die Einzäunung von Pferdeweiden nicht gestattet. Ein Versuch das 2008 erlassene Verbot in der Schweiz wieder aufzuheben wurde Ende 2011 mit großer Mehrheit wieder gestoppt. Auch in Deutschland sind Stacheldrahtzäune in der Kritik, da das hohe Verletzungspotential, gepaart mit der schlechten Sichtbarkeit der Zäune, gerade bei Fluchttieren mit einem hohen Bewegungsdrang wie Pferden, ein erhebliches Risiko schwerster Verletzungen darstellt.

Hergestellt wird Stacheldraht auf zwei grundsätzlich verschiedene Arten. Die klassische Form besteht aus einem Spanndraht, der oft aus zwei verseilten Drähten besteht. Dieser ist in regelmäßigen Abständen mit kurzen Drahtstückchen umwickelt, deren Enden durch schräges Abscheren zu scharfen Spitzen geformt werden. Die Spanndrähte sind meist aus weichen, niedrig legierten Stählen, teilweise auch aus Aluminium, und lassen sich mit einem einfachen Seitenschneider durchtrennen. Lediglich die Spitzen sind üblicherweise aus gehärtetem Material. Eine neuere Variante, der sogenannte Nato- oder S-Draht, wird aus Blech gestanzt.

Das Gefahrenpotential bei der Verarbeitung aller Stacheldrahtarten ist von doppelter Natur. Zunächst einmal bestehen hier dieselben Gefahren, wie bei der Verarbeitung von normalen Draht. Das freie Ende eines gezogenen Drahtes schlägt und peitscht in unkontrollierbaren Bewegungen und birgt dadurch eine hohe Unfallgefahr. Wird ein Draht von einer Rolle abgewickelt, steht er wegen seiner Steifigkeit meist unter Spannung und kann bei unvorsichtigem Abtrennen zurückschnellen und zur Gefahr für umstehende Personen werden.
Beim Stacheldraht wird das Verletzungsrisiko durch die dornartigen Spitzen noch weiter erhöht. Diese Spitzen können aber nicht nur Verletzungen hervorrufen sondern sich auch wie Widerhaken, zum Beispiel in Kleidungsstücken, verfangen.

Daher ist beim Aufbau von Stacheldrahtzäunen darauf zu achten, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten, die nicht unmittelbar an den Arbeiten beteiligt sind. Gegebenenfalls muss der Arbeitsbereich abgesperrt werden.
Für die Arbeiten an Stacheldrahtzäunen ist spezielle Schutzkleidung verfügbar. Die Hände können durch perforationssichere Arbeitshandschuhe, beispielsweise mit Metalleinlagen, geschützt werden. Bei Schuhen ist eine durchtrittsichere Sohle zu empfehlen, also Sicherheitsschuhe der Schutzkategorie S3, oder mit Zusatzkennzeichnung P. Schuhe mit hohem Schaft und darüber gezogenen Hosenbeinen verringern das Risiko, dass sich die Schnürsenkel im Draht verfangen.
Allgemein sollte die Bekleidung eine glatte Oberfläche aufweisen, die den Stacheln wenig Halt bietet. Auch eine Schutzbrille ist zu empfehlen.
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